8 Zusätzliche Erfassung bei Deponien

Die Daten zu Luftemissionen wurden in der Regel über die Emissionserklärungen der Betreiber gemäß 11. BImSchV ermittelt. Die Datenerhebung zu Wasseremissionen erfolgte über Betreibererklärungen auf Grundlage entsprechende Länderverordnungen. Speziell für Deponien wurden zusätzlich die diffusen Emissionen aus dem Deponiekörper in die Luft in einem vereinfachten Verfahren durch die Länder erfasst. Als relevant erwiesen sich dabei lediglich die diffusen Emissionen von Methan (Details s. www.eper.de/faq.htm). Daraufhin ergaben sich in Deutschland 301 Deponien mit Methan–Emissionen für die Quellenkategorie 5.3./5.4.Deponien.

Für die Berichterstattung zu EPER Deutschland insgesamt wurden 313 Deponien (von insgesamt 1835 EPER-Betriebseinrichtungen) als berichtspflichtig an die Europäische Kommission gemeldet. Von den insgesamt 313 Deponien wurden 304 Deponien aufgrund von Emissionen in die Luft gemeldet - davon 301 Deponien mit Emissionen von Methan (CH4) und 3 Deponien mit Emissionen von Quecksilber und seinen Verbindungen (Hg), Lachgas (N2O) und Staub in Form von PM 10. Für 18 Deponien wurden Wasseremissionen von Schwermetallen u.a. Arsen und seine Verbindungen (As), Nickel und seine Verbindungen (Ni) und Fluoride berichtet.

In nachfolgender Tabelle wird der hohe Anteil (99,43 %) der IVU-Quellenkategorie 5.3./5.4. Deponien an der gemeldeten Methan-Fracht insgesamt deutlich.

Quellenkategorie

Parameter CH4 [kg/a]

Anteil [%]

1.1. Verbrennungsanlagen

2.410.000

0,48

2.1.ff Metallindustrie

253.000

0,05

5.3./5.4. Deponien

493.592.000

99,43

6.6. Intensivtierhaltung

182.000

0,04



Im Folgenden wird die Werteverteilung für CH4 (Methan) für Deponien veranschaulicht:

Min Wert
102.000 kg/a
Max Wert
19.500.000 kg/a
Durchschnittswert
1.630.050 kg/a
Gesamtmenge
493.592.000 kg/a

 



Impressum, Nutzungs- und Urheberrechte